Werkstoff Holz
Seine einzigartigen Merkmale haben das Holz in der ganzen Geschichte zu einem Grundmaterial für den Wohnungsbau, für Möbel, Spielzeuge, Fahrzeuge und eine Vielzahl anderer Produkte gemacht. Tatsächlich gehört die Holzbearbeitung zu den ersten Fertigkeiten des Menschen. Von den Holzkeulen und Speeren am Beginn der Zivilisation erstreckte sich die Nutzung des Holzes über Einbäume, Pflüge und einfache dreibeinige Stühle bis zu den kunstvollen Möbeln und komplizierten Baukonstruktionen der modernen Zeit. Man sah sich die einzelnen Holzarten genau an, um die typischen Strukturen, Farbtöne und Gerüche festzustellen und das Holz entsprechend zu nutzen.
Das harte und haltbare Eichenholz z. B. wurde zu Schiffsholz, Brückenpfeilern, Fassdauben, Zaunpfosten, Bodenbelägen und Wandvertäfelungen verarbeitet. Hickoryholz verwendete man für harte, elastische Werkzeuggriffe und für die Speichen von Kutschenrädern. Das Holz der Scheinakazie schätzte man beim Bau von Scheunen und als Holzdübel. Aus Mahagoni stellte man die besten Möbel her.
Der Rückgang der Waldbestände seit dem Mittelalter hat jedoch zu einer zunehmenden Verteuerung von Holz geführt. Deshalb verlassen sich das Baugewerbe und die verarbeitende Industrie heute mehr auf Produkte aus Holzmasse wie Spanplatten, Sperrholzplatten und Faserplatten. Diese neuen Materialien sind stabil, und die Dehnung oder der Schwund erfolgt im Vergleich zu Naturholz nicht so leicht. Sie müssen nicht lange abgelagert werden und können mit Chemikalien wasser- und feuerfest gemacht und imprägniert werden.
Quelle: “Holzbearbeitung”, Microsoft(R) Encarta(R) 98 Enzyklopädie. (c) 1993-1997 Microsoft Corporation. Alle Rechte vorbehalten.